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Integriertes Handlungskonzept Aktives Stadtzentrum "Kernstadt Büren"

Im Januar 2009 hat der Rat der Stadt Büren, für den innerstädtischen Bereich der Kernstadt Büren die Festlegung eines Untersuchungsgebietes beschlossen, um für diesen räumlich begrenzten Bereich Maßnahmen zu entwickeln, die zur Attraktivitätssteigerung und zur Aktivierung der Innenstadt beitragen.


Da die Kommune die damit verbundenen finanziellen Aufwendungen nicht allein aufbringen kann, ist sie auf eine Städtebauförderungsmittel des Bundes und des Landes NRW angewiesen.

Dazu ist es erforderlich, dass für diesen Bereich ein Gesamtkonzept erarbeitet wird, um Synergieeffekte von Maßnahmen zu nutzen und die Aktivitäten der unterschiedlichen Akteure zu bündeln und zu koordinieren.

Ziel ist es, das Stadtzentrum der Kernstadt Büren als multifunktionalen Raum zu erhalten und auszubauen und an die sich ändernden Ansprüche anzupassen. Gleichzeitig soll das Konzept durch einen breiten Konsens in der Bevölkerung, durch die Mitwirkung von Bürgern, privaten Institutionen, Interessensverbänden und durch öffentliche Stellen die Leitlinie für die zukünftige Entwicklung der Kernstadt darstellen.

Im Rahmen dieses Konzeptes werden die verschiedenen Aspekte der Innenstadtentwicklung näher betrachtet.

Das sich auf die Erfassung des Status Quo stützende integrierte Handlungskonzept verfolgt dabei folgende Ziele:

- Formulierung der Leitlinie für die zukünftige Entwicklung des Stadtzentrums der Kernstadt
- Erarbeitung von Maßnahmen und Projektvorschlägen, die der Entwicklung der Kernstadt förderlich sind und der Zielsetzung entsprechen
- Bündelung und Vernetzung von Maßnahmen und Projekten , so dass sie ihre positive Wirkung auf die Kernstadt und damit auf die gesamte Stadt Büren einschließlich ihrer Ortsteile wechselseitig verstärken.

Dieser Entscheidung geht eine seit 1999 dauernde Diskussion in der Stadt Büren und der Bürgerschaft voraus, die sich schwerpunktmäßig mit der zukünftigen Entwicklung der Stadt beschäftigte und dabei im Laufe der Zeit die unterschiedlichen Aspekte und Bedürfnisse auf unterschiedlichen Ebenen beleuchtete und z.T. kontrovers diskutierte.

So wurde bereits im Jahr 1999 auf Initiative der Stadt Büren die sog. Standortkonferenz ins Leben gerufen. Hier fanden sich mehr als 100 Bürger mit Vertretern aus Verwaltung und Politik zusammen, um gemeinsam die Rolle Bürens in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu diskutieren. Als Ergebnis wurde eine "Leitlinie für die zukünftige Entwicklung Bürens" formuliert und dem Rat der Stadt vorgestellt. Dieser beschloss die Leitlinie als strategisches Grundgerüst zur Entwicklung der Stadt.

Durch hohes bürgerschaftliches Engagement und mit tatkräftiger Unterstützung der Verwaltung wurden einige im Leitbild formulierten Maßnahmen in Angriff genommen und z.T. im Laufe der folgenden Jahre umgesetzt. Großen Anteil daran hat die aus der Standortkonferenz hervorgegangene Bürgerstiftung Büren, die sich insbesondere in den Bereichen Kultur, Heimat- und Denkmalpflege und Bildung/Freizeit einsetzt. So konnte z.B. für das historische Gebäude der Niedermühle im Zentrum des Stadtkerns eine Nutzung gefunden werden, die sich nicht nur auf den Erhalt und die Instandsetzung der Bausubstanz beschränkte sondern auch auf dem kulturellen Sektor neue Wege bestritt und maßgebliche Akzente setzte und setzt.

Darüber hinaus gelang es durch die Zusammenführung der unterschiedlichen Aktivitäten im Tourismusbereich, die Wirkung Bürens nach Außen zu erhöhen und so ein Konzept zu entwickeln, welches das Potenzial der Stadt im Hinblick auf das Naturerlebnis (z.B. Etablierung der Wanderwoche, des Wandertages) und im Hinblick auf die baulichen Qualitäten der Stadt, insbesondere der historischen Bausubstanz, nutzt (z.B. Stadtführungen, Jesuitenkirche).

Ebenfalls wurde die Neugestaltung des Marktplatzes aktiv von der Bürgerschaft im Rahmen eines Arbeitskreises Stadtplanung begleitet.

Die durch die Stadt Büren beauftragte Markt- und Imagestudie brachte weitere Erkenntnisse bzgl. der Rolle der Kernstadt im Bezug auf den Einzel-(Handelsstandort) und seine Bedeu-tung für die Stadtentwicklung.

Die den o.g. Aktivitäten zugrunde liegenden Handlungsfelder lassen sich mehr oder weniger direkt auch auf andere ländliche Gemeinden der Region übertragen. Die Problematik ist hie eine ähnliche, so dass es bzgl. des Makrostandortes keine Solitärlösungen geben darf.

Aus diesem Grund wurde auf Basis der EU-geförderten LEADER + Strategie ein "Integriertes ländliches Entwicklungskonzept" (ILEK) erarbeitet und in einem "Gebietsbezogenen Integrierten Entwicklungskonzept LAG Südliches Paderborner Land" konkretisiert. Das regionale Marketingkonzept, welches die interkommunalen Aktivitäten abstimmt und bündelt bildet die übergeordnete regionale Grundlage für kommunale Aktivitäten.


Alle Informationen zum Integrierten Handlungskonzept finden Sie sich herunterladen:

- Integriertes_Handlungskonzept_Stadtzentrum_Bueren.zip (ca. 43 MB)


 

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